Bereich Lernen

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Der Einzugsbereich für den Schulzweig Lernen umfasst die Bereiche Friesland und Wangerland. Die Schülertransporte werden hier wie für alle Schulen des Landkreises organisiert.


Organisation
Die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen ist eine Regelschulform, die bei uns nur den Sekundarbereich abdeckt und die Schuljahrgänge 5-10 umfasst. Sie bildet ein aufsteigendes System und gliedert sich in zwei Stufen:


⦁ Mittelstufe mit den Schuljahrgängen 5 – 6
⦁ Oberstufe mit den Schuljahrgängen 7 – 10

Schüler der Primarstufe mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt Lernen, werden von uns an den Grundschulen betreut.


Unterricht und Erziehung werden in möglichst altershomogen zusammengesetzten Klassen von bis zu sechzehn Schülern auf die jeweiligen Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmt und im pädagogischen Gesamtangebot für die Lerngruppe verwirklicht. Das Ziel jeder Lerngruppe ist die inhaltliche Aufarbeitung vorhandener Defizite in allen Fächern, so dass jeder Schüler die Möglichkeit haben soll, den Hauptschulabschluss zu erreichen.
Die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Lernen werden zurzeit mit folgender Wochenstundenzahl unterrichtet:

Klasse 5+6 28 Wochenstunden
ab Klasse 7 30 Wochenstunden

 

An vier Nachmittagen (Mo-Do) bieten wir im L-Bereich darüber hinaus Nachmittagsbetreuung bis 15:00 Uhr an (offene Ganztagsschule).


Für Schülerinnen und Schüler mit hohem Förderbedarf im emotional-sozialem Bereich findet ein zielorientiertes Arbeiten anhand eines persönlichen Zieleplans, Unterstützung bei den Hausaufgaben, Einzelgespräche zur Reflektion der Leistungsergebnisse, positive Beziehung zu den Lehrkräften und Mitschülern statt. Ein besonderen Aspekt ist die intensive und konsensorientierte Elternarbeit, die immer verbindliche Absprachen, regelmäßige Informationen und Kontakte sicherstellen sollte.
Für Schülerinnen und Schüler mit hohem Förderbedarf im Bereich der Wahrnehmung besteht die Möglichkeit, Ergotherapie und/ oder Physiotherapie zu erhalten.  Im Rahmen des täglichen Unterrichts wird auf die Förderbedürfnisse im Bereich der Wahrnehmung mit speziellen Unterrichtsmaterialien Rücksicht genommen.

Ausstattung der Klassenräume
Die Klassenräume im Schulzweig Lernen bestehen in der Regel aus einem Klassenzimmer. Einige Klassenzimmer haben einen separaten Differenzierungsraum, der für Einzelförderungen u.a. genutzt werden kann.
Im Klassenraum gibt es Einzeltische für jede Schülerin und jeden Schüler. Darüber hinaus stehen den Schülern ein bis zwei PC-Arbeitsplätze zur Verfügung. Ein Active Board mit dazu gehörigem Notebook und einer Dokumentenkamera. Im Zuge des Erwerbs einer Erstausstattung wurden vielfältige Lehr- und Lernmaterialien, Spiele und Ausstattungsgegenstände angeschafft.

Der Personenkreis im Schulzweig Lernen
Schülerschaft
An der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen können alle Schüler aufgenommen werden, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich Lernen haben. Einige Schülerinnen und Schüler mit dem Förderbedarf im Bereich Lernen haben einen zusätzlichen Förderbedarf im Bereich der sozial- emotionalen Entwicklung. Aus diesem Grund beinhaltet der Unterrichtsalltag zusätzlich den curricularen Lerninhalten auch eine intensive Erziehungsarbeit.

Die Klassenteams
Jede Klasse wird entweder von einem Klassenlehrer oder von einem Klassenlehrerteam (nicht in Doppelbesetzung) bestehend aus zwei Klassenlehrern unterricht. Der Klassenlehrer ist Förderschullehrer für das Lehramt Sonderpädagogik. Dieses ausgeprägte Klassenlehrerprinzip in der Mittelstufe bietet den Schülern einen zuverlässigen, personellen Orientierungsrahmen. In der Sekundarstufe, aber auch schon in der Mittelstufe kommen Fachlehrer hinzu, so dass das Klassenlehrerprinzip erweitert wird.
Die Abschlussstufe (10. Klasse) bietet den Schülern die Möglichkeit, den regulären Hauptschulabschluss zu erwerben.
Einmal pro Woche besuchen und unterstützen Leselernhelfer einige Schülerinnen und Schüler beim Lesenlernen. Überdies trägt die enge Zusammenarbeit mit den hausinternen Physio- und Ergotherapeuten zur ganzheitlichen Förderung bei.

Unterrichtsalltag
Zentrale Leitsätze der Arbeit im Bereich Lernen
Das Kerncurriculum für den Förderschwerpunkt Lernen orientiert sich am Leitbild eines selbstbestimmten Lebens in sozialer Integration im Sinne einer selbstständigen, sinnerfüllten und eigenverantwortlichen Lebensführung.
Die Zielsetzungen des Unterrichts lassen sich in drei Schwerpunkte gliedern:


⦁ Entfaltung der Persönlichkeit
⦁ Akzeptanz der Regeln des sozialen Zusammenlebens
⦁ Erreichen des Hauptschulabschlusses


Im Mittelpunkt der Unterrichtsplanung auf der Basis des Kerncurriculums steht der Hauptschulabschluss. Die Unterrichtsplanung orientiert sich an den individuellen Entwicklungsständen, den physischen, psychischen und sozialen Voraussetzungen jedes einzelnen Schülers.
Die Fachkonferenzen des Schulzweiges Lernen der Friedrich-Schlosser-Schule haben zudem einen schuleigenen Arbeits- und Verteilungsplan erstellt, der regelmäßig überprüft und weiterentwickelt wird und Grundlage der unterrichtlichen Inhalte ist.

Formen der Unterrichtsorganisation
Für die Planung und Umsetzung von Inhalten in den einzelnen Unterrichtsfächern sind die Aspekte der Individualisierung des jeweiligen Lernstandes und der Handlungsorientierung sowie die emotional- soziale Entwicklung grundlegend. Sie bilden die Basis für die Unterrichtsplanung und Tagesgestaltung. Das Lernen soll den Schülern helfen, den Alltag zu bewältigen und eine berufliche Orientierung zu finden. Deshalb erstreckt sich unterrichtliches und erzieherisches Handeln in der Förderschule für Lernen über den gesamten schulischen Tagesablauf.

In der Mittelstufe (Klassen 5-6) werden folgende Fächer unterrichtet:

  • Deutsch (Lesen / Schreiben)
  • Mathematik
  • Englisch
  • Sport (Bewegung)
  • Kunst
  • Musik
  • Werken
  • Textiles Gestalten
  • Religion
  • Physik
  • Biologie
  • Erdkunde
  • Geschichte

 

Die Oberstufe (Klassen 7-10)
Ab Klasse sieben beginnt die intensive Vorbereitung auf den Hauptschulabschluss und die Arbeitswelt, um ein Leben in größtmöglicher Selbstständigkeit führen zu können. Ab Klasse 8 finden deshalb Berufspraktika statt.
Bei der Unterrichtsgestaltung liegt der Schwerpunkt im inhaltlichen Bereich. Dennoch steht auch der erzieherische Aspekt nach wie vor im Mittelpunkt. Dabei geht es neben der Wissensvermittlung um das Erlernen der Regeln des sozialen Zusammenlebens.
In der neunten Klasse soll der Förderschulabschluss erworben werden.
In der Abschlussstufe (Klasse 10) sollen nach Möglichkeit alle Schülerinnen und Schüler den regulären Hauptschulabschluss erwerben.

Unterrichtsformen
Eine zentrale Zielsetzung unserer Arbeit ist die Stärkung der individuellen Schülerpersönlichkeit und die Förderung der sozialen Handlungskompetenz unserer Schülerinnen und Schüler. Diesem Ziel dient unter anderem ein handlungsorientierter und differenzierter Unterricht, der individuell auf die Lernstände der Schüler abgestimmt ist.
Im Unterricht sollen sich die Schülerinnen und Schüler motiviert mit Unterrichtsinhalten auseinandersetzen, planen, durchführen und abschließend kontrollieren. Dabei sollen sie sich gegenseitig unterstützen und beraten. Geeignete Möglichkeiten zur Umsetzung dieser Ziele stellen die unterschiedlichen Formen des Offenen Unterrichts dar, wie zum Beispiel das Lernen an Stationen und der fächerübergreifende Unterricht.

Unterrichtsgänge
Die Friedrich-Schlosser-Schule liegt zentral in der Stadt Jever und bietet vielfältige Möglichkeiten unterrichtliche Inhalte in der Realsituation zu besprechen und kennenzulernen.
Unterrichtsgänge sind von daher ein elementarer Bestandteil unserer Arbeit. Dazu gehören beispielsweise Unterrichtsgänge im Fach Hauswirtschaft zum Einkaufen auf dem Markt oder in anderen Geschäften der Innenstadt (Supermärkte, Drogerien). Ein weiteres Beispiel bietet die Verkehrserziehung. Einige in der Nähe der Schule gelegene Ampeln, ein Zebrastreifen und mehrere unterschiedlich stark befahrene Straßen bieten ausreichend Gelegenheit angemessenes Verhalten im Straßenverkehr zu erlernen und zu erproben (Fußgängerdiplom, Fahrradprüfung, Einsteigerbus). Auch das Schloss in Jever bietet viele handlungsorientierte Projekte zu verschiedenen Themen an.

Hausaufgaben
Hausaufgaben sind ein wesentlicher Bestandteil des Lernens in der Schule. Sie dienen der Wiederholung und Vertiefung des Unterrichtsinhaltes. Unterstützend gehört die Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag (Montag bis Donnerstag) dazu.

Zeugnisse/Entwicklungsberichte
Zeugnisse werden zum Halbjahr (Ende Januar) und am Ende eines Schuljahres ausgegeben. Die Zeugnisse der Mittelstufe enthalten Noten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch. In den übrigen Fächern erhalten die Schülerinnen und Schüler statt einer Benotung eine schriftliche Einschätzung von Leistungen und Fortschritte in den verschiedenen Lernbereichen. Die Zeugnisse der Oberstufe bestehen aus Noten.

Förderpläne
Die Förderpläne sind in der gesamten Schule vom Aufbau her einheitlich. Die Förderpläne bestehen aus einem Deckblatt, einer allgemeinen Schülerbeschreibung (z.B. Lernstand) und den individuellen Förderschwerpunkten.
Die Förderpläne werden regelmäßig fortgeschrieben und sind Grundlage für Elterngespräche und Unterrichtsplanung.

Zusammenarbeit mit außerschulischen Institutionen
Schule hat primär die Aufgabe ihre Schüler zu unterrichten und zu erziehen. Aber auch die Schule als System muss sich weiterentwickeln und sich den schnell verändernden Bedingungen unserer Gesellschaft anpassen. Die Friedrich – Schlosser – Schule versucht dabei eng mit anderen Institutionen zu kooperieren.
Der Schulzweig Lernen der Friedrich-Schlosser-Schule hat sich zum Ziel gesetzt, sich auf vielfältige Weise außerschulischen Institutionen zu öffnen und zum Wohle der Kinder und Jugendlichen vertrauensvoll mit ihnen zusammenzuarbeiten. Dieses bezieht auf verschiedene Kooperationspartner wie z.B. das Regionale Umweltzentrum, das Wasserwerk Hahn- Lehmden, die Landfrauen, die Polizei, das Rote Kreuz und die Feuerwehr.